Studie zum Einfluss von Zahnfleischdefekten auf das Lächeln

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Das Lächeln gehört zu den wichtigsten Gesichtsausdrücken eines Menschen. Es hilft uns Fröhlichkeit, Zuversicht, Attraktivität und Freundlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Laut einer aktuellen Studie, veröffentlicht im Journal of Periodontology, der offiziellen Publikation der Amerikanischen Akademie für Parodontologie (AAP), könnte ein Lächeln aber auch dazu beitragen, gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch zu vermitteln. Die Forscher fanden Hinweise dafür, dass Erkrankungen des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparates das individuelle Lachmuster negativ beeinflussen und Betroffene sogar davon abhalten können, positive Emotionen durch ein Lächeln auszudrücken.
Die Studie, durchgeführt an der Universität von Michigan, ermittelte das Lachmuster von 21 parodontologischen Patienten, während diese einen Ausschnitt eines Comedyprogramms sahen. An vordefinierten Messpunkten während des Ausschnitts bewerteten die Forscher drei Dimensionen des Lachens: die horizontale sowie vertikale Weite des Mundes in Millimetern und die Anzahl der sichtbaren Zähne. Zusätzlich notierten die Forscher, wie häufig der Patient seinen Mund bedeckte, während er den Ausschnitt sah. Berücksichtigt wurde auch, wie der Patient selbst den Einfluss der Mundgesundheit auf seine Lebensqualität beurteilte. Die Daten wurden dann gemeinsam mit der klinischen Untersuchung der parodontalen Gesundheit ausgewertet. Die Studienergebnisse zeigen, dass eine parodontologische Erkrankung beeinflussen kann, wie ein Mensch lächelt. Je mehr Symptome im Mund des Patienten gefunden wurden (wie Zahnfleischtaschen zwischen vier und sechs Millimetern Tiefe oder lose bzw. wandernde Zähne), desto wahrscheinlicher bedeckte der Patient seinen Mund beim Lächeln oder begrenzte die Weite des geöffneten Munds während des Lächelns. Zudem zeigte der Patient umso weniger Zähne beim Lächeln, je mehr Zahnfleischrückgang er aufwies. Auch die Art, wie Patienten ihre Lebensqualität als Resultat der eigenen Mundgesundheit wahrnahmen, wurde signifikant durch die Anzahl der parodontologisch erkrankten Zähne beeinflusst. Parodontologische Erkrankungen sind bei sehr vielen Erwachsenen weit verbreitet und haben neben ihrem Einfluss auf das Lachverhalten auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit.

Pressemeldung der American Academy of Periodontology, Chicago, 19. März 2008, Internet: perio.org